Kartenpaket

Welcher Schreibtyp bist du beim Postkarten schreiben? Finde es heraus!

Jeder kriegt sie gerne, doch sie zu schreiben ist f├╝r viele eine leidige Urlaubspflicht: Postkarten. Meist langweilen sie uns und werden nur kurz ├╝berflogen. Dabei sind es eigentlich nette Gesten an die Daheimgebliebenen. Sie verspr├╝hen gute Laune, lassen den Empf├Ąnger schmunzeln und zeigen ÔÇ×hej, ich hab an dich gedachtÔÇť. 

In diesem Blogpost sage dir:

  • welche Schreibtypen es unter den Postkartenschreibern gibt
  • wie du mit dem kleinen St├╝ck Papier im Ged├Ąchtnis bleibst
  • und was du unbedingt vermeiden solltest, wenn du nicht m├Âchtest, dass deine Postkarte im Papierkorb landen

Der Alles-voraus-Planer 

Der Planer ├╝berl├Ąsst nichts dem Zufall. Bereits vor der Fahrt in den Urlaub hat er alle Adressen aufgeschrieben oder in seinem Smartphone notiert. Postkarten kauft er gerne schon am ersten Urlaubstag. Er schreibt sie meist auch direkt, bevor er ├╝berhaupt etwas erlebt hat. Schlie├člich will er den Urlaub anschlie├čend voll auskosten. Am liebsten schreibt er im Hotelzimmer oder auf dem Balkon. Dort kann er n├Ąmlich in Ruhe ├╝ber seine Gr├╝├če nachdenken. 

Das ist typisch f├╝r den Planer:
Er sucht f├╝r jeden ein anderes Motiv aus. Und er wei├č genau, wer eine Karte bekommt. Keine Postkarten zu schreiben, ist f├╝r ihn undenkbar.
Seine Motive:
Fotocollagen vom Ferienort oder Panoramabilder
Das schreibt er gern:
Standardfloskeln ├╝ber das Wetter oder das Hotel? Fehlanzeige. Er berichtet lieber von den Aktivit├Ąten, die er in seinen freien Tagen geplant hat.

Der liebenswerte Chaot 

Ganz anders der liebenswerte Chaot. F├╝r ihn steht der Urlaub an erster Stelle. Selten schafft er es, seine Postkarten rechtzeitig zu kaufen. Vom Schreiben mal ganz abgesehen. Adressen hat er nat├╝rlich nicht dabei. Er verl├Ąsst sich da auf sein Ged├Ąchtnis. Schlie├člich schreibt er nur denen, die unbedingt eine Karte wollen, wie den Eltern oder der Oma. Da kann auch schon mal eine Postleitzahl oder eine Hausnummer fehlen und die Postkarten kommen erst lange nach dem Urlaub an ÔÇô oder auch gar nicht. Dabei ist er schon stolz, ├╝berhaupt daran gedacht zu haben.

Das ist typisch f├╝r den Chaoten:
Der Souvenirshop am Flughafen ist sein Ort, an dem er Karten kauft. Gerne kurz vor dem R├╝ckflug und dann noch schnell was auf die Karten geschrieben. Es kann aber auch vorkommen, dass er die Karten in seiner Tasche vergisst, sie zu Hause in den Briefkasten steckt oder die Karte gar pers├Ânlich ├╝bergibt.
Seine Motive:
Da ist er schmerzfrei. Hauptsache man erkennt, wo er im Urlaub war.
Das schreibt er gern:
Zu viel jedenfalls nicht. Nur das N├Âtigste, schlie├člich muss er gleich zum Boarding oder zum Zug.

Der zeitlose Klassiker

Postkarten schreiben im Urlaub ist f├╝r den Klassiker zwar ein liebgewonnenes Ritual. Doch allzu viel Zeit m├Âchte er damit nicht verbringen. Daher kauft er am liebsten f├╝r alle das gleiche Motiv und wandelt die Gr├╝├če jeweils etwas ab. Denn ihm ist es wichtiger, dass er ├╝berhaupt Postkarten schreibt und nicht, was er schreibt.

Das ist typisch f├╝r den Klassiker:
Man trifft ihn am Strand oder Pool, wo er alle Karten nacheinander wegschreibt. Meist nach der H├Ąlfte des Urlaubs. Seine Postkartengr├╝├če gehen immer nur an eine Handvoll Leute.
Seine Motive:
Klassische Ansichten. Typische Sehensw├╝rdigkeiten seines Urlaubsortes ÔÇô die Sagrada Familia, wenn er in Barcelona ist. In New York muss es die nat├╝rlich die Freiheitsstatue sein. 
Das schreibt er gern:
Ausfl├╝ge, Essen und sein Hotel sind so seine Themen. Nat├╝rlich jedes Jahr etwas abgewandelt. Im Grunde aber z├Ąhlt, dass er ├╝berhaupt schreibt.

Der Witzbold

Woran man den Witzbold oder Scherzkeks erkennt? Er liebt es, seinen Freunden oder auch seinen Arbeitskollegen m├Âglichst ausgefallene, skurrile Postkarten zu schicken. Schon vor dem Urlaub freut er sich, die Karten vom letzten Mal zu ├╝bertreffen. Nat├╝rlich geht das nicht mit jeder Person, da nicht alle seinen Humor teilen. Diejenigen, die auf seiner Wellenl├Ąnge liegen, k├Ânnen sich aber regelm├Ą├čig ├╝ber originelle Karten freuen.

Das ist typisch f├╝r den Witzbold:
Die Vorderseite z├Ąhlt. Nur deshalb sucht er eine Postkarte aus und schickt sie seinen Freunden.
Seine Motive:
Comicfiguren, Karikaturen oder Karten mit Einheimischen in Tracht. Alles, bei dem die Person, die die Karte bekommt, lacht ÔÇô oder sich fremdsch├Ąmt. Hauptsache unkonventionell.
Das schreibt er gern:
Viel ist es nicht. Meist ist es nur ein kurzer Gru├č oder ein Spruch zum Bild auf der Vorderseite.

Der knipsende Digitale

Urlaub ohne Smartphone? Undenkbar f├╝r den Digitalen. Hotel oder Unterkunft ohne WLAN? Was soll das, fragt er sich im Stillen. Denn auch im Urlaub postet und chattet er st├Ąndig. Schlie├člich will er wissen, was in der digitalen Welt passiert, w├Ąhrend er unterwegs ist. Doch da er wei├č, dass einige aus seiner Familie und manche Freunde sich ├╝ber richtige Postkarten freuen, bastelt er mit einer App Fotocollagen und verschickt diese als gedruckte Postkarte ÔÇô ebenfalls ├╝ber diese App.

Das ist typisch f├╝r den Digitalen:
Am liebsten w├╝rde er nur in den sozialen Medien unterwegs sein. F├╝r seine analogen Lieblingsmenschen nutzt er aber eine App, um ihnen auf dem Postweg einen Gru├č zu schicken.
Seine Motive:
Fotos, die er mit seinem Handy im Urlaub aufnimmt. Ob in der Stadt, in den Bergen oder am Strand ÔÇô ein tolles Bild wird sofort als Postkarte markiert und verschickt.
Das schreibt er gern:
Kurz und knapp, da er seine Zeit schon in das Basteln der Fotocollage gesteckt hat.

Und? Findest du dich wieder? Oder fehlt vielleicht ein Schreibtyp?

Diese 3 ultimativen Tipps helfen dir, Postkarten zu schreiben, mit denen du ├╝berrascht

Die ├╝blichen Motive und Gr├╝├če ├á la ÔÇ×das Wetter ist sch├Ân, das Essen leckerÔÇť haben wir alle schon x-mal gelesen. Wirklich spannend ist das nicht. Damit deine Postkarte nicht nur kurz ├╝berflogen und dann im Papierkorb landen, probiere diese Tipps ÔÇô und deine Postkartengr├╝├če werden ganz anders wahrgenommen. Versprochen! Ich habe es selbst oft erlebt. 

Schreibe Fortsetzungskarten!

Fortsetzungskarten sind eine wunderbare Idee bei l├Ąngeren Reisen. Du musst dich dann nicht f├╝r ein einziges Motiv entscheiden, sondern kannst die Person, der du die Karten schickst, mit auf die Reise nehmen. Und der Empf├Ąnger hat etwas, worauf er sich im Alltag freuen kann. Spannend wird, wenn du darauf hinweist, wor├╝ber du auf der n├Ąchsten Karte schreiben willst, etwa ÔÇ×ÔÇŽ erz├Ąhle ich dir von meiner unfreiwilligen Taxifahrt nach Sorrento.ÔÇť

Suche ungew├Âhnliche, frische Motive!

Frage dich: Was interessiert denjenigen, dem du eine Karte schreiben willst? Hat dein Urlaubsort etwas, was dem Empf├Ąnger gefallen w├╝rden. Suche nach solchen Motiven und verbinde sie mit einem Gru├č oder eine gemeinsame Erinnerung. Etwa, wenn du in Kopenhagen bist und wei├čt, dass dein Empf├Ąnger von der d├Ąnischen K├╝che schw├Ąrmt. Vielleicht findet du eine Karte mit Sm├Ârrebr├Âd oder f├╝r deinen Gartennachbarn ein Motiv mit ungew├Âhnlichen Parkanlagen oder Pflanzen. Deine Schwester findet Pferde klasse? Finde Karten mit Pferde-Motiven. Oder schicke eine Karte an eine Leseratte und schreibe nichts weiter als ÔÇ×Dein neues LesezeichenÔÇť.

Mach anderen eine Freude!

An Familienangeh├Ârige, die Oma oder Freunde zu schreiben, ist sch├Ân. Die Freude ist dir auch sicher. Aber hast du mal an dein Patenkind gedacht? Was f├╝r Augen es machen w├╝rde, wenn es eine Karte aus Paris bekommt? Oder die Nachbarin, die deine Blumen gie├čt und die Post rausnimmt? Oder deiner Tante, die alleine lebt?

Du kannst auch einer Person schreiben, die du nicht kennst. Zum Beispiel einem Bewohner in einem Heim. Du glaubst gar nicht, wie gro├č die ├ťberraschung ist und wie viel Freude du damit zaubern kannst. Probiere es einfach mal aus! ├ťbrigens: Fremden eine Postkarte zu schreiben, ist seit einiger Zeit ja total in. Nennt sich dann Postcrossing, aber das nur nebenbei.

Vermeide unbedingt diese langweiligen Motive und Gr├╝├če

Die Postkartenst├Ąnder an den touristischen Hotspots sind voll davon. Karten mit den immer gleichen Motiven. Hundertmal gesehen. Kein Wunder, dass wir diese Karte nicht so schrecklich gerne in unserem Briefkasten sehen. Damit deine Postkarten eine l├Ąngere Lebenszeit haben, vermeide am besten diese Dinge:

Bei den Motiven:

  • Vergiss Stadtansichten ÔÇô es sei denn dein Leser ist ausgewiesener Architektur-Fan. Panoramakarten sind dann vermutlich die bessere Wahl, wenn es eine traditionelle Karte sein soll.
  • Lass lokale Trachten dort, wo sie getragen werden. Die wenigsten k├Ânnen damit was anfangen, au├čer du hast Dirndl-Fans unter deinen Freunden.

Bei den Inhalten:

  • Vergiss Berichte ├╝ber das Wetter ÔÇô au├čer du hast gerade einen Orkan erlebt oder bist in einen heftigen Regenguss mit deinem Kanu oder Rad gelandet.
  • Regionale Spezialit├Ąten langweilen die meisten. Und in asiatischen L├Ąndern sind die landestypischen Speisen oft gew├Âhnungsbed├╝rftig f├╝r unseren europ├Ąischen Gaumen. Ausnahme sind hier nat├╝rlich Hobbyk├Âche mit einem Faible f├╝r die jeweilige Urlaubsk├╝che.
  • Schreibe nichts ├╝ber dein Hotel ÔÇô das interessiert wahrscheinlich wirklich niemanden. Denke eher daran, was du von dir schreiben kannst oder wem du nur kurz sagen willst ÔÇ×ich denke an dichÔÇť.

Was schreibst du auf deine Postkarte? Welche Motive magst du besonders? Schreibe mir gerne auf diesen Blogbeitrag.

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